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Das Material
Was brauchen KalligrafInnen zum schönen Schreiben? Auf diesen Unterseiten werden die wichtigsten Werkzeuge vorgestellt (auch zum Bestellen):

Feder und Federkiel Tinten, Tuschen, Temperamente
Füller und Federhalter
Papier und Pergament

Geschrieben werden kann mit fast allem, denn Kalligrafie heißt ganz allgemein, Schrift künstlerisch auszugestalten, und das kann ich auch mit den bloßen Fingern! Und wer schon mal einen vom Meer gefegten Sandstrand beschrieben hat, dem wird das DIN A4 Blatt als ärmliche Fläche erscheinen.
Reinhard Mey schrieb "auf ein Birkenblatt die Noten für ein Käfer-Requiem", für manche Worte bedarf es eben besonderer Untergründe, oder besonderer Flüssigkeiten (siehe "Faust"), und die Entscheidung hierüber liegt allein in der Kreativität des Schreibers.
Wer lange Texte schreibt, wird merken, wie anstrengend das Leben als Mönch gewesen sein muss, der sich im Scriptorium tagaus, tagein, über seinen Pergamenten krümmte und Augen und Rücken ruinierte. Aber es gab damals auch weitaus schlimmere Berufe, z.B. Pergamente herstellen ... Sinnvoll ist in jedem Fall eine geneigte Schreibfläche; weiter unten ist ein Schreibpult abgebildet, man kann aber auch eine einfache Platte mit Ausklappstützen versehen.
Ein guter Trick ist es, beim Schreiben die Stützhand mit Kraft aufzudrücken, dadurch entlastet man automatisch die Schreibhand.

Bücher über Kalligraphie gibt es zuhauf. Die Reihe in meinem Regal ist schon über einen Meter lang... Daher ein paar Einzelempfehlungen zu Büchern, die ich besonders schätze.
Immer auf Lager und direkt lieferbar sind diese drei:

Kalligraphie und illumination von Janet Mehigan und Mary Noble

Links: Kalligraphie und Illumination von Janet Mehigan und Mary Noble. Ein umfangreiches Werk (160 Seiten) mit vielen Schriften und ihren Gestaltungsgrundlagen, Tipps für künstlerische Hintergründe, Vergoldungstechnik, Schmuckelemente verschiedener Stilepochen und einer großen Galerie mit Arbeiten der beiden namhaften Künstlerinnen. Für Einsteiger und Fortgeschrittene. Preis 19,80 EUR

Rechts: Schmuckkalligraphie von Patricia Carter, heftstark (A4, 64 Seiten) mit Betonung auf Bordüren und Schmuckelementen, keine Schriften, wenig Schnickschnack um Theorie, die man eh in jedem Kalligraphiebuch findet. Eine wunderbare florale Mustersammlung mit vielen Beispielen für Anfänger und Fortgeschrittene, die bereits Grundlagen der Schrift beherrschen und sich mit der Illumination beschäftigen wollen. Preis 9,90 EUR => im Moment nicht auf Lager!

Schmuckkalligraphie von Patricia Carter
Leonardo Kalligraphie

Links: Sammlung Leonardo Heft 39 Kalligraphie: großformatiges Heft (ca. A3, 34 Seiten) mit allen wichtigen Schriften und ihren proportionalen Merkmalen, Grundzüge der Werkzeugkenntnis und Arbeitsmethoden, ein Buch für Schnelleinsteiger. Preis 9,80 EUR

Und dann empfehle ich natürlich: Meine Kalligrafie-CD! Da gibt es außer den gängigen Unzial- und Frakturschriften auch eine Menge alter Malerschriften, die man sonst nirgends findet.

Die CD ist mit ausführlichen Anleitungen zur Vorlagengestaltung mit dem PC versehen, so daß der einigermaßen versierte PC-Nutzer sich Vorlagen für Word gestalten kann (eine Auswahl ist bereits auf CD enthalten). Außerdem sind Tipps und Tricks der Federführung enthalten, Materialhinweise, Zitate und sonst noch alles mögliche, was den beginnenden Schreiber freut.

Alle angegebenen Preise sind Endpreise zzgl. Liefer-/Versandkosten. Aufgrund des Kleinunternehmerstatus gem. § 19 UStG erhebe ich keine Umsatzsteuer und weise diese daher auch nicht aus. Versandkosten 4,95 EUR, ab 70 EUR frei Haus.
Bei Erstbestellern, die nicht im Örtlichen (www.dasoertliche.de) zu finden sind, versende ich i.d.R. nur auf Vorkasse!

 

Und hier noch ein paar Amazon-Links:

Kalligraphieschule

Kalligraphie und Basteln

Alphabete von Julius de Goede

Ein praktisches Buch für den Anfänger kommt von Ingrid Schade:
Kalligrafie. Gestalten mit Schrift. Schöne Alphabete, könnten aber mehr sein...

Auch mit relativ wenig Alphabeten ausgestattet, aber umfassend in der Anleitung präsentiert sich die "Kalligraphie-Schule" von Goffe/Ravenscroft.

Interessant ist auch ein Werk mit dem schlichten Titel "Kalligraphie" von Uniport, das außer der gängigen Anleitung noch kreative Tipps zum herstellen von eigenem Papier, Monogrammstempeln aus Radiergummi, selbstgebundenen Büchern enthält, kurz in die chinesische Schrift einführt, Stammbaumerstellung und Schreibfederherstellung beschreibt.

Viele schöne Beispiele, allgemeines Schreibwissen auch für Fortgeschrittene
Kalligrafie - Die stille Kunst, eine Feder zu führen
von Andreas Schenk, mit dessen Buch ich vor etwa 20 Jahren eingestiegen bin. Sehr umfangreiche Infos zu Tinten, Farben, Initial-Malpigmenten und Mineralien, dazu die Kupferstecherfraktur mit Hinweisen zur Federführung bei dieser mit der Spitzfeder ausgeführten Schrift. Eher für Fortgeschrittene, aber gelernt habe ich es auch damit (-:

Endlich wieder lieferbar und sehr zu empfehlen auch für Fortgeschrittene, die eher nach Schriften als nach Anleitung suchen, ist das Buch "Die schönsten kalligraphischen Alphabete" von Julius de Goede. Die ersten 15 Seiten geben auch Anleitung, aber dann kommen über 70 Alphabete und Schriftenvariationen, das ist ein wirklich üppiges Angebot.
Zum Schluss noch ein Dutzend gestalterischer Beispiele komplettieren das Werk.

 

Praktisch für häufige kleinformatige Arbeiten ist ein Schreibpult, wie man es von halbwegs begabten HobbyschreinerInnen bauen lassen kann:

In die Schreibplatte ist (absolut bündig) eine Glasscheibe eingelassen, die von unten mit einer Lampe durchschienen ist, so daß man liniertes Papier unter den Beschreibstoff legen kann. Oder auch fertige Vorlagen, oder im PC erstellte Texte, was zum Üben von Proportionen sehr praktisch ist, auch wenn bei solchem Vorschlag dem Puristen die Haare zu Berge stehen werden...
Die Platte ist per Stab verstellbar. Oben wird ein Brett mittels kleinem Scharnier angesetzt, in dem Löcher für Pinsel und Federhalter sowie Ausfräsungen für Tintenbehälter vorhanden sind. Klammern halten Vorlagen und Schmierpapier fest. Das Pult ist 85 cm breit, 60 cm tief und der Schreibwinkel beträgt zugeklappt 20° (so schreibe ich auch am häufigsten).

Zur Sache: Alles an weiterem Zubehör auf diesen Seiten
Feder und Federkiel Tinten, Tuschen, Temperamente Füller und Federhalter Papier und Pergament

 

 


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