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Tinten und Tuschen
Die Tinte erst gibt dem Wort Gewicht
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Die Tusche von Standardgraph ist überzeugend von Strahlkraft und Schreibverhalten her.
Sie kostet 3,50 EUR pro Glas à
30 ml. |
Vorrätig ist die Tusche in schwarz,
orange, rot, gelb, grün, blau, violett, braun und weiß. Füllvolumen
30 ml, also ein übliches Tintenfässchen voll, mit dem
man schon ganz schön lange schreiben kann.
Tinte von Standardgraph ist in den folgenden Farben vorrätig, siehe auch Abbildung rechts=>
Maisgelb, orange, krokusgelb, fliederrosa, malvenrot, mohnrot, burgunder, moosgrün, farngrün, kornblumenblau, himmelblau, vergissmeinnicht, kohlenschwarz, und ist für Füllfederhalter geeignet! Sie kostet 3,95 EUR pro Glas à
30 ml.
Die Füllertinte ist transparent (bis auf die kohlenschwarze), die Schreiboberfläche schimmert immer durch, etwa wie man es auch von Aquarell her kennt. Die lichten, leuchtenden Farben von Standardgraph sind mir die liebsten.
Es gibt außerdem Perlmutttinten in den Farben dunkelgrün, rot, violett, dunkelblau und goldgelb. Das glitzernde Aussehen dieser Tinten wird auf dem Foto rechts nur sehr ungenügend wiedergegeben, eigentlich gar nicht ;-((
Diese Tinten erzeugen einen schimmernden Perlmutt-Effekt, was von den Feinstpartikeln zerriebener Muschelschalen erzeugt wird. Perlmutttinten sind nicht für Füllfederhalter geeignet!
Aber im Federhalter schreibt sie sich wunderbar, und ist besonders für festliche Anlässe ein tolles Mittel zum aufpeppen.
Perlmutttinten kosten 5,30 EUR pro Glas à
30 ml *.

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* Alle angegebenen Preise sind Endpreise zzgl. Liefer-/Versandkosten. Aufgrund des Kleinunternehmerstatus gem. § 19 UStG erhebe ich keine Umsatzsteuer und weise diese daher auch nicht aus. Versandkosten 4,95 EUR, ab 70 EUR frei Haus. Bestellung auf Rechnung nur im Inland. Bei Erstbestellern, die nicht im Örtlichen (www.dasoertliche.de) zu finden sind, versende ich i.d.R. nur auf Vorkasse!
Womit schreibe ich was?
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Die Wahl der Schreibflüssigkeit
ist immer auch abhängig von der Art der Arbeit. Für einfache
Entwürfe, Übungen, Spielereien wird der Schreiberling
gewöhnliche Tinte verwenden, die in allen Farben erhältlich
ist, sparsam, billig und von leuchtendem Aussehen ist, aber leider
nicht lichtecht. Ihr Vorteil liegt in der Verwendungsmöglichkeit
im Füllfederhalter mit Breitzugfeder, wie er als Kalligrafiezubehör
seit Jahren erhältlich ist. Tinte verbindet sich fest mit dem
Beschreibstoff und wird von der Faser eingesaugt, was Korrekturen
schwierig macht. |
| Lichtecht und beinahe ebenso einfach
zu verwenden ist die Aquarellfarbe,
eine stark pigmentierte Wasserfarbe zum Schreiben mit Feder oder
Pinsel. Der typische "Aquarelleffekt", das Verlaufen der
Farben ineinander, lässt sich auch wunderbar zu Grundierungseffekten
nutzen. Zur Initial- und Dekormalerei sind die leuchtenden Farben
ebenso geeignet. In der klassischen Buchmalerei werden aber eher
mineralische Pigmente wie Lapislazuli, Persisch Rot, Ocker u.ä.
eingesetzt. |
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Tusche
wird hierzulande als fertige Flüssigkeit in verschiedenen Farben
angeboten (siehe oben). Sie ist lichtecht und ziemlich wasserfest,
und man sollte sie nie, niemals verschütten! Ein guter Tipp
ist der Küchenschwamm, in den man sich ein passendes Loch für
sein Tusche- (oder auch Tinten-)fass schneidet. So kann man den
Super-GAU des Kalligraphen verhindern helfen ;-)
Die chinesische Stangentusche wird auf einem Tuschestein mit ein
paar Tropfen Wasser angerieben und sofort verbraucht. Sie besteht
aus feinem Russ und Gummi, Fischleim u.a. Ingredienzen, je feiner
die Zutaten, desto aufwändiger verziert ist die Tuschestange,
bis hin zur Einlagerung einer echten Perle ("Perlentusche").
Lichtecht und absolut beständig, allerdings feuchtigkeitsempfindlich
durch das enthaltene Gummi, entfaltet die Tusche ihre gesamten Möglichkeiten
besonders beim Schreiben mit dem Pinsel. Tusche wird durch das enthaltene
Gummi auf dem Beschreibstoff "aufgeklebt" und verbindet
sich nicht dauerhaft mit dem Material. |
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Eine beliebte Schreibflüssigkeit ist
auch die Acrylfarbe. In knalligen Farben,
gut deckend, wasserverdünnbar und schnelltrocknend, ist sie unkompliziert
zu handhaben und wunderbar frei zu mischen. Ich habe gehört, in
Amerika schreiben sie nur damit. Man kann sie auch in einer kleinen
Farbpalette (z.B. Flaschendeckel auf eine kleine Schieferplatte geklebt)
einfach dünnflüssig anrühren und Reste trocknen lassen.
Wenn kein Staub drankommt, lässt sich die Farbe mit Wasser wieder
anrühren.
Sepia ist ein
Naturstoff, der als eigene Farbe gilt. Es ist die Blase vom Tintenfisch
Sepia. Der Farbstoff ist von einem dunklem Graubraun und war schon im
Altertum bekannt als Schreibflüssigkeit. Die Blase wird dem Tintenfisch
entnommen und getrocknet. Danach lässt sich die Haut entfernen
und der Farbstoff wird im Mörser zerstossen und mit Gummi arabicum
(Mischung 3 Teile Sepia zu 1 Teil Gummi) und Quellwasser angerührt,
zur Konservierung kann man noch ein paar Tropfen Nelkenöl zufügen.
Eisengallustinte
gab es schon im frühen Byzanz (beschrieben von Philo von Byzanz
im 3. Jhd. v. Chr.). Sie besteht aus Eisenvitriol, Gummi arabicum, Galläpfelabsud
(Galläpfel sind durch die Gallwespe Cynips tinctoria verursachte
Wucherungen auf Eichenblättern mit sehr hohem Gerbsäureanteil)
und Wasser bzw. Wein. Bei der Verbindung dieser Stoffe geht das zweiwertige
Eisen des Vitriols nach und nach in dreiwertiges Eisen über. Die
Eisenteilchen sinken auf den Boden des Tintenfasses und müssen
immer mal wieder aufgerührt werde. Die nochmalige Oxydation der
Tinte auf dem Papier lässt die zuerst wässerig-grau und blass
erscheinende Flüssigkeit tiefschwarz werden. Eisengallustinte ist
100 % lichtecht, ein Schreibstoff für die Ewigkeit. Viele alte
Dokumente haben allerdings das Problem des Tintenfrasses.
Tintenfraß ist ein gravierendes
Problem in Bibliotheken und Archiven. Er führt zu einen Abbau des
Schriftträgers Papier oder Pergament, auf dem Eisengallustinte
verschrieben wurde. Tintenfraß entsteht zum einen durch die saure
Hydrolyse der Cellulose, die eine Depolymerisation des Schriftträgers
und damit einen Festigkeitsschwund bewirkt. Außerdem findet eine
durch Eisen-Ionen katalysierte Oxidation der Cellulose statt, die ebenfalls
zum Abbau des Papiers führt. Man beobachtet zunächst eine
Fluoreszenz und Verbräunung, dann eine dunkelbraune Verfärbung
auf der Schriftrückseite und im finalen Stadium dieses Prozesses
den Verlust durch ausbrechende Papierteile. An der Uni Münster
gibt es ein
"Forum Bestandserhaltung" dass sich eingehend mit der
Problematik befasst.

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