Die sumerische Keilschrift
Sumerische Keilschrift

Die Keilschrift der Sumerer gilt als die älteste Schrift und ist seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. bekannt. Sie zeigte zunächst stark vereinfachte Piktogramme für ganze Worte. Sie wurde mittels spachtelförmigem Werkzeug auf Tontafeln geritzt, später eingedrückt, um die überstehenden Kanten zu vermeiden, die beim Einritzen durch die Materialverdrängung entstanden und nach dem Brennen hinderlich waren. Die Keilschrift entwickelte sich allmählich unter Einfluss anderer Völker zu einer phonetischen Schrift, die ca. 1000 Zeichen aufwies und von anderen Handel treibenden Völkern zum Austausch benutzt und verstanden wurde.

Um 1800 - 1830 n.Chr. wurde die Keilschrift durch Georg Friedrich Grotefend, Rasmus Christian Rask, Eugène Burnouf, Christian Lassen und Henry Creswicke Rawlinson entziffert.

Ostrakon
Auf Keilschrifttafeln sind zwar vor allem Gebrauchstexte überliefert, aber es existieren auch zahlreiche literarische Zeugnisse, und sogar tönerne Briefe sind überliefert. In assyrischer Zeit (7. Jahrhundert v. Chr.) entstanden in Mesopotamien auch erste Bibliotheken. Tontafeln wurden in Bündeln auf Regalen oder in Körben gelagert; die Körbe waren etikettiert und es existierten auch „Kataloge“ über Inhalt und Standort der Körbe. Am bekanntesten ist die Tontafelbibliothek des assyrischen Königs Assurbanipal, die neben Akten auch eine Sammlung assyrischer Literatur enthielt, unter anderem das berühmte Gilgamesch-Epos.

 


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