Linear A und B

Die minoische Kultur auf Kreta (nach dem sagenhaften König Minos benannt) hinterliess nur wenige Spuren, u.a. ein immer noch nicht vollständig entschlüsseltes Schriftsystem. Linear A und B wurden auf Tontafeln im abgebrannten Palast von Knossos gefunden und letztere von Michael Ventris, einem britischen Architekten, 1952 als eine Form des Altgriechischen entziffert. Für A blieb ihm keine Zeit, weil er tödlich verunglückte. Sie ist heute noch unentziffert.
Manche vermuten, daß es sich um eine vor-indoeuropäische Sprache handelt, neuere Untersuchungen sehen Ähnlichkeiten mit dem Luwischen, einer ausgestorbenen anatolischen Sprache. Die Schriftzeichen, von denen jedes für eine Silbe der zugrunde liegenden Sprache steht, bestehen aus einfachen Kombinationen von Strichen und wurden mit spitzen Griffeln in weiche Tontafeln eingeritzt.

Die seit 1700 v. Chr. gebräuchliche Linear-A-Schrift wurde von Linear-B abgelöst. Wahrscheinlich haben achäische, mykenische Griechen in ihrer Eigenschaft als Schreiber auf Kreta die minoische Schrift der frühgriechischen angepaßt. Parallel zu diesen Veränderungen vollzog sich ein erneuter Niedergang, der möglicherweise durch einen Ausbruch des Vulkans auf Santorin verursacht wurde (um 1500 v. Chr.). Ungeklärt ist die Ursache für den großen Palastbrand in Knossos um 1400 v. Chr., der das Ende der kretischen Kultur markiert.

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Kurze Einführung
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