Die Hieroglyphen
Hieroglyphen waren teils hochkomplizierte Bilder,
die an Tempelsäulen oder -wänden eingemeisselt wurden und meist religiöse
Bedeutung hatten.
Die gesamte Tätigkeit des Schreibens an sich wurde als heilig angesehen,
der Beruf des Schreibers war ein hochangesehener.
Dieser hoheitsvolle Umgang mit der Schrift war auch ein Grund ihres Unterganges;
sie wurde nicht vereinfacht, es kamen immer neue Zeichen hinzu, aber keine
alten wurden abgeschafft, so hatte man am Ende zigtausend Zeichen, von denen
die Schreiber nur etwa 700 benutzten.

Bei der "Blinden-Kuh" kann
man die wichtigsten Schriftzeichen nachsehen.
Die ägyptische Schrift entwickelte sich von
der altägyptischen über mittel- (in der die meisten Inschriften
verfasst sind) zu neuägyptischer Schrift, dann zur demotischen
und schließlich zur koptischen Schrift, die auch heute noch von
der etwa 8 Millionen Menschen umfassenden Volksgruppe der koptischen
Christen benutzt wird. Ab der demotischen Periode (ca.700 - 600
v.Chr.) zeigte sich eine Tendenz zur Alphabetisierung mit Vokalzeichen,
die aber erst im Koptischen deutlich wird. Die koptische Sprache
ergänzte 24 griechische Buchstaben mit 6 demotischen Lautzeichen.
Das koptische wurde schließlich durch die arabische Sprache ersetzt,
was auch heute in Ägypten gesprochen wird.
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Kleine Ägypten-Tour