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Illumination - die Buchstaben zum Leuchten bringen

Initialen wurden und werden immer gern mit Bildern ausgefüllt. Anfangsbuchstaben eines Gesamttextes oder einzelner Textabschnitte strukturieren so optisch den ganzen Text.

Bilderbuchstabe1

Besonders die Unzialis eignet sich wunderbar für Illuminationen, weil die häufigen Anfangsbuchstaben wie D, W, E sehr weiträumig sind und eine Spielwiese für Miniaturen bietet. Mit einer Umrandung, viereckig oder andersförmig, kann man zusätzliche Begrenzung schaffen. Die ersten Buchstaben des Anfangswortes fangen dabei eventuell noch innerhalb des Rahmens an. Genaue Vorzeichnungen helfen, diese Übergänge proportional gelungen zu gestalten.

Die D-Initiale links stammt aus einem Stundenbuch aus Brügge in Flandern, aus dem Jahr 1430. Der "Meister der Goldranken-Gebetbücher" hat sie gemacht, wer auch immer dies letztendlich war. Bekannt sind nur die typischen Akanthusblätter und Rankenmotive, an denen Werke einer bestimmten Schreiberwerkstatt erkennbar sind.

Book of Kells

Das "Book of Kells", von irischen Mönchen meisterhaft ausgeschmückt, ist ein unvollendetes Meisterwerk, das schon viele Kalligrafen inspiriert hat. Links ein Originalbuchstabe, rechts einige der immer wiederkehrenden Elemente, dazu kommen noch Fabelwesen und Tierfiguren, die sich in halsbrecherischer Art um die Initialen winden.
Der gälische Einschlag ist so charakteristisch für diese Epoche der Schriftkunst, das man ihn sofort wiedererkennt, wo immer er einem begegnet.

Wenn man Initialbuchstaben derart in ein Bild fasst, nennt man das Illumination, vom lateinischen lumen= das Licht hergeleitet, weil der Buchstabe so leuchtet.

Unter Surftipps sind einige Seiten aufgeführt, die Illuminationen vorstellen, z.B.
Der Burnet Psalter (englischsprachige Seite oder www.aon-celtic.com mit vielen keltischen Illuminationen (Gallery anklicken)

Gälische Formenvielfalt der Ornamentik

Beliebt und einfach darzustellen sind Ranken und Blattwerk. Es empfiehlt sich, die Innenausfüllung zuerst zu erstellen und erst danach Blattadern und Umrandungen, mit denen man Unregelmässigkeiten wieder übermalt. In der Regel gilt: nur dunklere Farbe kann wirkungsvoll überdecken. Dabei ist Tusche am besten deckend, auch hellerfarbige Tusche deckt gut (und ist lichtecht). Es ist aber immer ratsam, Übermalvorgänge kurz auf einem Schmierblatt auszuprobieren. Jedes Papier reagiert anders, und jede Farbe mit der anderen ebenso. Mit Deckweiss (das nicht umsonst so heisst) lassen sich Lichteffekte ganz zum Schluss setzen. Früher verwandte man Bleiweiss dazu
Initial-O mit Blattwerk

 

 


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