Februar: Exlibris sind Bucheignerzeichen. Im 16.Jahrhundert gab es eine erste Blütezeit,eine weitere um die Jahrhundertwende zum 20. Jhd, der sogenannten Jugendstilzeit, bis etwa 1910. Die Aufwändigkeit dieser Bucheinkleber war teilweise enorm. Holzschnitte, Siebdrucke, Linoldrucke, Kupferstiche, Steindrucke und noch mehr Verfahren wurden eingesetzt, das Ex libris war eigene Kunstform, und wer etwas auf sich hielt, liess sich ein eigenes entwerfen.
Sammlungen finden sich im Gutenberg-Museum Mainz, in der Bayerischen Staatsbibliothek München und im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg.
Außerdem lohnt der Besuch im British Museum London und in der Österreichischen Nationalbibliothek Wien.
Es ist reizvoll, sich sein eigenes Exlibris zu erstellen. Motive finden sich im Internet zur Genüge, hier zum Beispiel.
Auch die österreichische Exlibris-Gesellschaft hat eine Galerie bedeutender KünstlerInnen online, die sicher Anregungen genug liefern können.
Zum Einkleben wird Buchbinderleim wie Planatol oder Eukalin empfohlen. Üblicherweise wird die Innenseite des vorderen Bucheinbandes mit dem Exlibris versehen.
Eine einfache Lösung ist aber auch ein ExLibris-Stempel, der nach der eigenen Vorlage gefertigt wird, jeder Büroservice vor Ort kann das mit einer eingescannten Vorlage. Die Zeit der getrennten Stempelkissen ist auch vorbei, Selbstfärber mit integriertem Kissen sind erschwinglich geworden. Allerdings hat man dann eben nur eine Farbe zur Auswahl.
Wer es kreativer mag, bestreicht den "Normal"-Stempel mit Tusche, Tinte, Aquarellfarbe oder was auch immer. Stempeln ist eine eigene Galaxie. Hier nur ein, zwei Links... besonders der zweite ist interessant. Stempel wieder absetzen ist der Trick.
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Januar: Die Kurrentschrift war die gängige Schreibschrift im europäischen Raum bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Der Name leitet sich vom lateinischen currere = laufen ab, die Kurrent ist eine Laufschrift, kursiv geschrieben und geeignet für schnelles Schreiben, wie man es im Alltag braucht. Bei Wikipedia wird das anschaulich erklärt. Erst später wurde aus ihr die Sütterlinschrift entwickelt, deren Buchstaben aufrecht stehend geschrieben werden.
Ebenso wie die Fraktur war die Kurrent eine gebrochene Schrift, d.h. die Buchstabenformen waren nicht rund wie z.B. bei der lateinischen Schrift, sondern oben und unten geknickt. Weil Hitler die gebrochenen Schriften nicht leiden konnte, wurde eine an den Haaren herbeigezogene Geschichte von den "Schwabacher Judenlettern" in die Welt gesetzt, und im Januar 1941 verbot man die Fraktur als Buchdruckschrift, im Dezember dann die Sütterlinschrift an den Schulen. Durchgesetzt werden konnte das nicht sofort, mitten im Krieg gab es wichtigere Sachen, aber nach dem Ende des 3. Reiches wurde Kurrent bzw. Sütterlin und Fraktur dennoch nicht wieder eingeführt. Nur noch in einigen Bundesländern wurde sie nach 1954 als zweite Schrift gelehrt, verschwand aber nach und nach aus dem Alltagsgebrauch. Schade eigentlich, denn es ist eine schöne Schrift, und nicht schwer zu erlernen. Wer sie sich erst einmal auf den PC holen will, um sich an das Schriftbild zu gewöhnen findet sie unter www.kurrent.de es gibt aber noch einige Seiten mehr, die sich mit dieser eigentlichen "deutschen Schrift" befassen. Geschrieben wird sie vorzugsweise mit der Spitzfeder, die Aufstriche haarfein, die Abstriche kräftig. Die Sütterlin wurde als Schulschreibschrift dagegen mit der leichter zu handhabenden Redisfeder geschrieben.
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Dezember: In Arnsberg macht ein Weltkulturerbe Station: Der Gero-Codex, der lange im Arnsberger Kloster Wedinghausen bewahrt und im Zuge der Säkularisation nach Darmstadt verschleppt wurde, wird bis zum 17. Januar am alten Ort ausgestellt. Das Buch darf überhaupt nur alle 25 Jahre an die Luft, wie es bei den kostbarsten Werken mittelalterlicher Buchkunst inzwischen usus ist. Es ist also eine wirklich einmalige Gelegenheit. Gero war der Auftraggeber des Evangelistars (nur Auszüge der Evangelien sind enthalten), es wurde von einem einzigen Schreiber und Buchmaler namens Anno in einem Jahr angefertigt. |
Die Handschrift enthält 298 Evangelientexte für den gesamten Jahreslauf. Das Buch ist um 960 n.Chr. herum im Kloster Reichenau entstanden, dass sich damals zu einem bedeutenden Scriptorium entwickelte. Den Miniaturen sind keltische Einflüsse anzumerken, manche Initiale könnte auch von den Künstlern des Book of Kells angefertigt worden sein. Die überaus kunstvollen Rahmenornamente erinnern in ihrer Ausführung auch stark an das Echternacher Evangeliar, das aber viel später entstand. Die Echternacher Mönche haben vielleicht bei Anno abgeschaut. Unten zwei Detailvergleiche, links aus dem Echternacher Codex Aureus.

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Zeitgleich wird im Sauerlandmuseum, fußläufig vom Kloster Wedinghausen entfernt, der Hitda-Codex ausgestellt. Arnsberg ist zur Zeit wirklich ein kleines Mekka für Schrift-Interessierte! |
November: Die Zeit der Weihnachtsmärkte beginnt. Am 29.11. bin ich in Westünnen bei Hamm an der Von-Thünen-Halle, die beiden ersten Dezemberwochenenden (2. und 3. Advent) wieder im Wildwald Voßwinkel. Beide Märkte lohnen das Kommen.
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Oktober: wer die eigene Handschrift oder eine kalligraphische Schrift als Font für den PC haben möchte, wird bei fontcapture.com fündig. Die Seite ist allerdings auf englisch, aber das Prinzip ist schnell erklärt. Man lädt sich eine Vorlage mit den Zeichen eines Alphabets und Kästchen zum eintragen der Buchstaben herunter. Beim Eintragen sind kleine Markierungen an den Kästchen eine Hilfe, die baseline ist die Grundlinie, Ascender die obere Begrenzung der Buchstaben. Unterlängen wie bei g oder f werden bis zur unteren Markierung ausgeführt. Man nehme nun einen schwarzen Stift und Papier, auf dem nichts ausfasert, fülle die Kästchen und scanne das fertige Blatt ein (mindestens mit 200 dpi). Als jpg gespeichert wieder bei fontcapture hochladen, und binnen Minuten kann man den fertigen Font ansehen. Es kommt sehr darauf an, die Buchstaben exakt in die Mitte der Kästchen zu zeichnen, weil die Abstände im Font sonst ungleichmässig werden. Am einfachsten ist das Verfahren für die eigene Handschrift, die man schnell und sicher aufs Papier bringt. |
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September: ein bißchen was zum lachen: so präsentierte Faber-Castell vor einiger Zeit die neueste Textverarbeitungssoftware.
August: Die Ankunft des neuen Jahresheftes der Schreibwerkstatt Klingspor ist ein anregendes Ereignis. Aus den Berichten über die Schreibkurse des Vereins lässt sich immer Honig saugen und Anregungen für die eigene Arbeit gewinnen (natürlich bei weitem nicht so intensiv wie es durch die Teilnahme möglich wäre). Lustig fand ich die Ideen zur Hintergrundgestaltung: „Murmelpapier“ zum Beispiel. Man lasse eine Murmel in einer flachen Schale zuerst durch Farbklekse und dann über Papier rollen. Oder versuche nach demselben Prinzip eine Hintergrundgestaltung mit Spielzeugautos. Interessant auch der Hinweis auf die Stiftung Deutsche Schrift, die zwar durchaus schon bekannt ist, aber nicht ihre Förderpreise für typographische Kunst mit gebrochenen Schriften. Die landläufig als "altdeutsche Schrift" benannte Fraktur wird merkwürdigerweise mit der Nazizeit verbunden, obwohl das Hitlerregime die "Lettera tedesca" als Judenlettern verunglimpfte und verbot. |
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| Juli: Die Gänsefeder war jahrhundertelang das wichtigste Schreibinstrument, flexibel und für filigranste Schriftzüge geeignet. Das mühevolle Nachschneiden der Feder war ihr größtes Handycap, ermöglichte aber auch eine individuelle Schreibweise, da der Anschnitt Auswirkung auf den Schriftduktus hatte. Erst Aloys Sennefelder (1741 - 1834), der Erfinder der Lithographie, stellte sich zur Beschriftung seiner Steinplatten aus einer Uhrfeder eine erste Stahlschreibfeder her. Um 1822 entwickelte John Mitchell in England, dem Mutterland der Stahlproduktion, die ersten Stanzfedern. Es gilt aber als der Verdienst des Joseph Gillot aus Sheffield, die Perfektionierung der Stahlfeder zu ihrem Ende gebracht zu haben. |
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Juni: Die großen Schriftenzeichner orientierten sich bei der Buchstabenentwicklung gern am menschlichen Körper, bzw. am "goldenen Schnitt". Der hier abgebildete Buchstabe von Geofroy Tory aus dem 16. Jahrhundert macht diese Konstruktionsbasis sehr deutlich. Zur Vereinfachung benutzte auch er bereits Gitternetzlinien, die uns auch heute noch bei der Entwurfszeichnung begleiten. Für das geschriebene Wort wurden die Serifenschriften entwickelt, wie z.B. die Times (1932 für die gleichnamige Zeitschrift entworfen). Serifen heißen die "Füßchen" an den Buchstaben, die die Grundlinien verlängern und optisch ausprägen. Dadurch ergibt sich eine bessere Lesbarkeit. Für Bildschirmschriften werden dagegen gern serifenlose (meist mit dem Zusatz "sans" gleich französisch "ohne") Schriften gewählt. Diese ermüden (gerade bei längeren Textpassagen) das Auge nicht so sehr. Der englische Bildhauer und Schriftenkünstler Eric Gill (1882 bis 1940) entwickelte beispielsweise die Gill sans, die auch heute noch als Computerschrift eingesetzt wird. Schriften für den PC sind teuer. Die Gill in verschiedenen Schriftschnitten (normal, fett, kursiv, light etc.) kostet bei einem professionellen Anbieter rund 120 Euro. |
Mai: Auf der Suche nach Kalligraphie-Videos bin ich bei Youtube fündig geworde, Zum Beispiel Schriftübungen der Copperplate mit John de Collibus. Oder keltische Knoten zeichnen, einfache (sieht zumindest so aus) und kompliziertere. Die Anglaise wird mit der Spitzfeder geschrieben, hier von A. Schenk.
| April: Eine hübsche Idee, allerdings aufwändig, ist der Einbau von Ornamenten in eine bauchige Schrift. Hier ein Beispiel von Hermann Zapf, die Schriftart Saphir. Solcher Zierrat kann entweder ausgespart werden, indem die Buchstabensilhouette und der Umriss des Ornaments angelegt und dann ausgefüllt werden. Oder aber die Schrift normal geschrieben wird und das Ornament mit einer deckenden Flüssigkeit aufgetragen werden, was natürlich wesentlich weniger Zeit und Sorgfalt erfordert. |
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März: Frühe Kalligraphie Füller von Rotring wurden mit einem feinen Schleifstein ausgeliefert. Auf diesen , mit Wasser anzufeuchtendem Stein, konnte die Feder den Bedürfnissen des Schreibenden angepasst werden. Federn für Rechtshänder werden rechts angeschrägt , Federn für Linkshänder entsprechend links angeschrägt. Wem diese Operation am teuren Füller zunächst widerstrebt, der sollte mit einfachen Bandzugfedern anfangen. Eine 2 Millimeter Feder tut als Versuchsobjekt gute Dienste. Jede Hand ist anders. Jede Schrift wird anders geschrieben. Ein häufiger Schreibwinkel ist 30 Grad. Der Strich auf dem Papier sollte scharf und klar sein, die Kante rechts und links nicht ausgefranst.
Februar: Wer etwas über Pigmente nachlesen und sie vor allem ausprobieren möchte, sehe nach bei Andreas Schenk im Baseler Scriptorium, das ist schon recht informativ. Um erste Experimente anzustellen, sollte man mit den billigsten und vor allem ungiftigen Pülverchen anfangen, Ocker z.B. oder Persisch Rot... Aber woher? Thomas Seilnacht hat seit Jahren eine sehr informative Seite online und empfiehlt Kremer-Pigmente. Da bekommt man alles, was an Pigmenten auf dem Markt ist.
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Januar: Die Papierseite ist mal vollständiger geworden. Es gibt unzählige Sorten von Papier, und für die Kalligraphie ist diese Vielfalt Fluch und Segen zugleich, denn jede Oberfläche reagiert mit jeder Schreibflüssigkeit anders. Ts´Ai Lun, der geniale Chinese, der das Papier offiziell erfand, stellte das erste Papier der Sage nach unter Verwendung von Hanf (Cannabis sativa) und Lumpen her. Hanfpapier wird heute wieder häufiger hergestellt, weil die Pflanze schnellwüchsig und der Rohstoff billig, ökologisch unbedenklich und sehr leicht ist. Wahrscheinlich spielten aber auch der Maulbeerbaum u.a. Pflanzenfasern eine Rolle beim "ersten" Papier (welches von Ts´Ai Lun wohl nur konsequent weiterentwickelt wurde).
Für besondere Schreibarbeiten sollte man immer ein paar Blatt Papier mehr als notwendig besorgen, um die Schreibflüssigkeiten testen zu können. |
Dezember: Immer wieder werde ich auf PC-Fonts angesprochen, darum hier noch einmal der beste Link für gebrochene Schriften, die man auf dem Rechner nutzen kann: bei Moorstation.org ist das Arsenal eines Schriftsetzers online, und praktischerweise hat sie noch jemand als Vorschaubilder online gesetzt.
November: Zeit für die Weihnachtsgeschenke! Das schönste für SchreibkünstlerInnen habe ich unter "Material" zusammengestellt. Die Bücher, die als erste angeführt sind, sind auf Lager. Unter den Titeln Feder und Federkiel Tinten, Tuschen, Temperamente
Füller und Federhalter Papier und Pergament verbergen sich Unterseiten mit ausführlicheren Beschreibungen zu den jeweiligen Werkzeugen. Am schönsten für Kreative aller Art ist sicher der Parallel Pen von Pilot.

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Oktober: Selbst gemachte Schreibinstrumente haben Charme und sind immer für Überraschungen gut. Aus Küchenschwämmchen lassen sich z.B. interessante Formen schneiden, die man mit einer Stahlklammer gut halten kann. Die Schriftzüge sind allerdings relativ groß.
Auf dieser Unterseite sind ein paar Beispiele für Experimente mit selbst gefertigten Schreibutensilien zusammengefasst. Besonders die Radiergummi-Schreiber sind interessant. Den Pilot-Radiergummi habe ich auch auf Lager zum verschicken. |
September: Was braucht ein Kalligrafie-Anfänger? Ein einfacher Holzfederhalter und einige Bandzufedern, vielleicht 1 mm, 2 mm und 3 mm breit, dazu noch eine Spitzfeder, das reicht fürs erste. Sie können ALLES damit schreiben, jede Flüssigkeit, die flüssig genug ist, und jede Schriftgröße (sofern Sie grosse Buchstaben als Kontur zeichnen). Einen Wasserfarbkasten brauchen Sie auch, und einen guten Pinsel. Küchenpapier. Einen Zeichenblock. Einen Bleistift zum Vorskizzieren vielleicht, aber muss nicht. Rühren Sie sich Wasser- oder Aquarellfarbe an, erst ganz dünn, man bekommt schnell raus, wie dick es sein muss, um noch schreibflüssig genug zu sein und trotzdem intensiv in der Farbe. Streifen Sie die Farbe mit dem Pinsel in die Feder hinein, wie rechts abgebildet, von oben nach unten, bis der kleine Zwischenraum gerade gefüllt ist.
Üben Sie Schwünge, Elemente, freie Formen. Beobachten sie die Feder, Ihre Handhaltung bleibt immer dieselbe, aber die Bandzugfeder produziert dicke und dünne Striche, sie muss nur immer in voller Breite aufliegen. Zum Üben hier eine alte Vorlage mit Schwüngen. |
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August: Selber Papier machen ist ebenso reizvoll wie die eigene Tinte. man besorge sich Zellstoff in der Papierfabrik, aber alte Zeitungen tun es für den Anfang auch. Kleinreissen und über Nacht in Wasser stehen lassen, um Papierbrei zu gewinnen. Zum besseren Beschreiben sollte man Porzellanerde und etwas Leim zum Brei hinzurühren. Für farbiges Papier etwas Farbpulver, Acryl- oder Abtönfarbe hinzu. Das Ganze in großer Wanne mit Wasser verdünnen auf ein Maß, dass die Zellstoffpartikel frei schwebend in dünnflüssigem Medium schwimmen.
Wenn man nun einen mit Draht bespannten Rahmen in gewünschter Blattgröße eintaucht, etwas hin und herschwenkt und möglichst gerade aus der Wanne hebt, bleibt der Papierbrei auf dem Gitter haften. Zum Trocknen stülpt man den Rahmen am besten auf en Tuch (ideal ist Filz) und legt dann auch noch ein zweites darüber, das die überschüssige Flüssigkeit auffängt. So einfach geht das theoretisch... Interessant ist in jedem Fall die Herstellung größerer Papierbögen (eine Badewanne ist hilfreich), auf denen man mal den großen Pinsel tanzen lassen kann... ;-) große Bögen sind teuer!
Links zur Papierschöpferei: beim Bastelfanatiker und bei der BUND-Jugend
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Juli: Die Buchmalerei war und ist eine faszinierende Kunst. Sehr viele Pigmente der Buchmalerei sind mineralischen Ursprungs. Erdpigmente wie Ocker, Englisch-Rot oder Umbra entstehen durch Eisenoxidierung. Andere Farben wie Malachitgrün, Lazuritblau oder Granatrot werden aus diesen Edelsteinen gewonnen. Manche Farben waren sehr giftig, grün wurde z.B. auch von Kupferspänen gewonnen, die man mit Weinessig mischte und anschließend monatelang im Misthaufen vergrub. Man kennt dieses Kupferspan von oxidierten Dachrinnen und Kupferdächern her. Bleiweiß wurde gewonnen , indem man Essig, oft auch Urin, auf Bleiplatten aufstrich. Durch die chemische Reaktion der Säuren mit dem Metall entstehen farbige Oxide.
Die Pigmente wurden mit pulverisiertem Gummi arabikum, einem Harz, und Wasser oder Wein angerührt. Auch Eiweiß wurde als Bindemittel genutzt.
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Juni: In Ermangelung eigener Fleissarbeit habe ich mal zu Tintenrezepten das Netz durchforstet. Es ist nämlich nicht schwer und ausgesprochen reizvoll, sich eigene Tinte herzustellen. Da ist zunächst einmal die Mutter aller Infos: Wikipedia. Allerdings ohne konkrete Rezepte, dafür ganz unten ein Link zur Hexenküche, der sich lohnt, da gibt es viele einfache Rezepte. Eine der ältesten Tinten ist die Eisengallustinte, sie ist ein bißchen komplizierter, hier gibt es eine einfache Anleitung. Diese Tinte ist dokumentenecht. Bei Mysterium-Scribendi gibt es Basiswissen zur mittelalterlichen Illumination mit Pigmenten: hier die Rezepteseite.
Die Zutaten gibt es in der Apotheke vor Ort zu bestellen, und was es da nicht gibt (immer schön an die lokale Wirtschaftsfördung denken ;-) gibt es im Internet. Für manche Zutaten braucht man einen Mörser.
Übrigens: es gibt eine Ausstellung anlässlich Hermann Zapfs 90. Geburtstags, in Weimar. Veranstalter ist Pavillon-Presse Weimar e.V. - Ausstellungsort das Druckgraphische Museum, hier Genaues. Noch ein Link: Als ich nach einem Bild von Zapf suche, stosse ich auf diese Seite, die die berüchtigsten Schriftschneider der Jahrhunderte vorstellt.
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Mai: Marmorieren ist wirklich einfach, probiert es mal aus! Es gibt spezielle Marmorierfarbe, aber Acrylabtönfarbe aus dem Baumarkt tut es auch. Hauptsache ist: ziemlich zäher Kleister, damit die Farbtropfen nicht gleich einsinken. Man schüttelt einen kleinen Teil Kleister in eine große viereckige Plastikschale und setzt ein paar Farbtropfen darauf. Die kann man dann mit einem groben Kamm oder einem Strohhalm oder den Fingern verteilen, dann ein Blatt Papier darauflegen und einen Moment einwirken lassen. Am einfachsten legt man sich ein Brett über die Badewanne und stellt da allen Kram drauf, denn eine Dusche zum Kleister abspülen ist wichtig! Man kann dann auch das fertige Blatt einfach an die Seite der Badewanne anlegen, liegt glatt an und lässt sich schön abspülen ;-) Blatt trocknen, bügeln, fertig.
Neues Material:
Sortiment erweitert! Unter "Material" findet der
geneigte Schreiberling jetzt zumindest das Notwendigste,
um sofort loszulegen: Federhalter, F üller,
Papier, Pergament, Tusche. Und noch ein paar Kalligraphiebücher...
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April:
Die Schreibindustrie erfreut uns seit Jahren in
wachsender Perfektion mit Gel- und Goldstiften,
Metallic- und Lackschreibern für vielfältige Verzierungen.
Vor der zeitlosen Pracht eines Blattgoldauftrages
verblasst zwar der schönste Gelschreiber, aber
Blattgold ist auch ungleich schwieriger zu verarbeiten,
erst recht für den Anfänger. Für schnelle Goldverzierungen
ist der G1 von Pilot Pen zu empfehlen.
Pilot arbeitet mit Perlmuttpigmenten, darum glänzt
der Schriftzug wirklich in metallischer Schönheit.
Ich habe ihn hier
mal in Vergleich mit drei anderen Gelschreibern
gesetzt. Auch wenn der Unterschied am Bildschirm
eventuell nicht so auffällt, ist er in der Realität
gravierend. Zwei der drei Konkurrenten liefern
ein eher senffarbenes Bild, der Pentel nähert
sich farblich zwar einem Goldton, der diesen Namen
auch verdient, aber es fehlen die glitzernden
Mineralpartikel, die beim Bewegen des Blattes
der Schrift Lebendigkeit verleihen.
Unter Material habe ich jetzt mal so einiges online
gestellt, was das Lager hergibt. Füller und
Stifte, Pergament und Feder, alles was das Schreiberherz
erfreut. |
März:
Der Codex Aureus in Nürnberg (siehe
auch Dezember) kann noch bis Ende März besehen
werden, auf ins Germanische Nationalmuseum, es
lohnt sich wirklich. Man lernt auch einiges über
die Buchmalerei allgemein, insbesondere bei den
Führungen. Und versäumt nicht, etwa
in der Mitte die Seitentür zu öffnen
und in die alte Kirche zu schauen, an die das
Museum quasi angeflanscht wurde. An der rechten
Wand sind alte steinerne Stiftertafeln angebracht.
Für Fans der Illuminierungskunst kann ich
auch das Buch zur Ausstellung empfehlen, kostet
zwar 40 EUR, aber die Bordüren der Echternacher
Mönche sind es allein schon wert.
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Februar: Jetzt lernen
sogar Roboter zu kalligraphieren, und zwar in der
schönen Schwabacher Schrift. Sieben Monate brauchte
der Industrieroboter
mit dem Programm "[bios]bible", um die
Bibel auf eine Rolle zu schreiben, hier kann man ihn
bei der Arbeit sehen (Movie,
14,4 MB) oder Einzelbilder.
Angekettete Bücher? Aber sicher! Die "chained
library" in Hereford beherbergt Bücher aus
dem achten Jahrhundert, da lohnt sich das eiserne
anbinden ;-) Mehr
Der Codex calixtinus ist ein uralter Reiseführer
für den Jakobsweg (man wisse, Hape Kerkeling
"war dann mal weg", Pilgern ist Mode). Dieses
Buch ist DER Reiseführer, wirklich der älteste.
Hans
Maierhofer hat drei kurze Filme online gestellt.
Der Gebrauch des Pilot
Parallel Pen ist da sehr schön zu bekucken. |
Januar: Neues Jahr, gute Vorsätze ;-) Unter anderem das ernsthafte Betreiben theoretischer Weiterbildung. Hier finden sich die wichtigsten Begriffe der Typographie. Mehrheitlich entnommen dem Standardwerk "DuMonts Handbuch der Kalligraphie", das im Moment nur gebraucht erhältlich ist (ein dicker Wälzer voller Theorie, nicht unbedingt für Anfänger).
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Dezember: Bis zum 24. Februar kann man ihn in Nürnberg bewundern: den "Codex Aureus", das Evangeliar von Echternach. Vollständig in Gold verfasst, gilt es als das teuerste Buch im Land. Das Germanische Nationalmuseum erwarb es 1955 für 1,5 Mio. DM, heute wäre es unbezahlbar. Ein Artikel in der Welt, und Infos bei Wikipedia.
Der Codex Aureus ist über 1000 Jahre alt und ein Kunstwerk höchsten Ranges. Der Einband gilt als Meisterwerk Trierer Goldschmiedekunst um 985/90. Das pergamentene Innenleben entstand um 1045 in der Benediktinerabtei Echternach. Enthalten sind die lateinischen Texte der vier Evangelien mit Zusätzen. Jede Seite glänzt durch Zierinitialen in Gold und Purpur, den kostbarsten Zutaten der mittelalterlichen Minaturenmalerei, durch reich geschmückte Kanontafeln, ganzseitige Miniaturen, Evangelistenbilder, Initial- und Textzierseiten sowie Ornamentseiten, die byzantinische Seidengewebe imitieren.
Nürnberg ist sowieso für Schreib- und Schriftinteressierte immer eine Reise wert, das Evangeliar ist aber ein Grund, der sich so schnell nicht wieder ergibt. Seit 25 Jahren wird es zum ersten Mal wieder gezeigt.
Am 19. Dezember ist eine Führung angesagt am Nürnberger Egidienplatz, näheres hier.
Und noch ein Hinweis auf eine Ausstellung in Blankenfelde bei Berlin. |
November: Manche Heimseite muß man sehr genau ansehen, um sie vollständig besichtigen zu können. Norman Hothums z.B. ... am unteren Rand stehen ein paar Worte zum anklicken, da geht es weiter zu seinen tollen Miniaturen, ca. 15 Bilder insgesamt. Eine Ausstellung in Friedrichsdorf bei Wiesbaden gibt es auch gerade, im Heimatmuseum Seulberg
Oktober: Hans Maierhofer hat seinen Kalligraphieshop anzubieten, mehr unter Fragen. Er weist auch auf eine Ausstellung im Bartlhaus in Österreich hin.
Noch ein Link:
Eine schöne Kalligraphie-Sammlung unter www.Kunz-Kunst.de. Besonders die "sprechenden Steine" finde ich klasse. |
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September: Das "Buch vom Buche" ist ein klasse Schmöker, allerdings nicht billig. Aber eine gute Stadtbibliothek erspart die Anschaffung, wenn man Glück hat. Der Wälzer bietet einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der Buchkunst und damit auch der Schriften, die dafür entwickelt wurden. Spannend.
Davon angeregt zum Surfen nach Illuminationen und Inkunabeln, Fleuronée und Folianten, bin ich über das Glossar der Unibibliothek in Heidelberg gestolpert (sehr lehrreich) und über die digitalisierten Handschriften der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel.
August: Die
Schreibwerkstatt
Klingspor ist ein Offenbacher Verein, der die Kalligraphiekunst
fördert und anspruchsvolle Kurse anbietet. Allein schon
die Jahreshefte, die diese Kurse dokumentieren, lohnen den
Mitgliedsbeitrag. |
Juli: Mit Blattgold zu experimentieren macht Spass und bietet die prachtvollsten Möglichkeiten der Buchstabenillumination. Man besorge sich ein Heftchen Blattgold (es gibt verschiedene Farbtöne) aus dem Künstlerbedarfsgeschäft, dazu ein kleines Fläschchen Anlegemilch. Wer gleich richtig einsteigen will, kann auch in einen Achat-Polierstein investieren, sie sind aber recht teuer und man kann einen polierten Achat auch aus dem Edelsteinladen für ein paar Cent besorgen und diesen selbst in einen Holzstil einsetzen und festkleben.
Die Klebemilch kann mit einem feinen Pinsel exakt verarbeitet und auf die zu vergoldenden Buchstabenflächen, Gipsfiguren oder was auch immer aufgebracht werden. Nach einer Viertelstunde ist die Fläche bereit zum Auflegen der Blattgoldplatten. Man kann schmale Streifen abtrennen und diese mit der Pinzette auftragen, sie haften fest auf den behandelten Flächen. Lieber ein wenig breiter auflegen, der Überstand kann später leicht mit einem festen Pinsel entfernt werden. |
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Juni: Ach, schaut nur... hier gibt es eine Bildergalerie, in der man sich verlieren kann. Wunderbare Kalligrafien, viele Anregungen für Farb- und Formgebung, Umrahmungen, so richtig was zum schwelgen. Wie schön ist Internet, dadurch kommen solche Schätze einzelnen künstlerischen Schaffens ans Licht.
Im Bastelladen entdeckte ich vor kurzem einen Schaumpinsel, d.h. einen 5 cm breiten gestielten Schaumstoffkeil, mit dem sich so richtig großformatig schreiben lässt. Kostet nicht viel, und ist für schnelle Plakate beim Straßenfest ein ideales Werkzeug. Interessant sind auch Schaum- oder Malerrollen, die der normale Baumarkt im Sortiment hat, um mit aufgetupften Farbklecksen interessante Effekte auf nassem Papier zu erzeugen. Oder schon mal zerknülltes Papier benutzt? Ein bemaltes Blatt? Sackleinen? Stroh? Man kann die abwegisten Dinge aufs feuchte Blatt legen und mit einem groben Pinsel Farbe aufspritzen, irgendwo findet sie schon den Weg aufs Papier. |
Mai: Seit einem ausführlichen Besuch des Nürnberger Archivs über Hermann Zapf bin ich Fan dieses großen Schriftdesigners. Auch seine Frau Gudrun ist Kalligrafin und entwarf Schriften. Einige der schönsten Fonts und Symbolschriften auf unseren Computern sind von den beiden entworfen, Aldus, Zapf Dingbats, Zapf Chancery, Zapfino... hier sind die Schriften kurz vorgestellt.
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| Eine Biographie bei der FH Augsburg stellt Zapfs Werdegang dar. Auch eine eigene Homepage hat der Meister. Die Zusamenarbeit mit Linotype brachte die abgebildete Schrift "Zapfino" in die Welt. |
April: Hier gibt es eine Anleitung (leider nur auf englisch) zum Handschriftentraining. Gute Tipps hatte ich auch schon mal online gestellt, wer eine richtige "Sauklaue" hat, kann das ändern!
März: Eine interessante Stöberseite für alte Schriften enthält die Onlinebibliothek. Hieroglyphen und Runen, Buchstaben und Bilderschriften aller Völker der Welt (das Projekt wächst noch) sind als Einzelbuchstaben in Variationen, teilweise als True Type Font für den PC, verzeichnet.
Februar: In der Sendung "Markt" am 05.02. auf WDR werden böse Erfahrungen mit der Website www.genealogie.de geschildert. Mit einer harmlosen Suchabfrage wird der Besucher auf ein Formular gelockt zur Adressdateneingabe. Was auch immer man da eingibt, man wird mittels IP-Adresse ermittelt und bekommt dann Rechnung ins Haus über einen Betrag, der ganz unten auf der Seite irgendwo angegeben ist. Die Firma ist ein Briefkastenbüro in Frankfurt und Tochterfirma einer englischen Firma. Ahnenforschung ist ein weites Feld für unseriöse Anbieter. Wer gute Tipps oder gute Erfahrungen gesammelt hat, bitte mailen, dann mache ich mal eine Sonderseite davon.
Dezember: Winter? Und ewig blühen die Geranien... für einen Museumsbesuch ist es allemal die richtige Zeit! In der Unibibliothek Dortmund werden kostbare Schriften ausgestellt, noch bis zum 19. Januar. Adresse Vogelspothweg 76, am Hörsaal E 5. Mo-Fr von 8 - 20 Uhr, Donnerstag bis 22 Uhr, Samstag 9-16 Uhr.
November: Die Kraniche sind vor ein paar Tagen durch, und ich hatte den Eindruck sie reisen weit dieses Jahr. Nun, der Holzstall ist voll, der Schnee kann kommen (eine Woche später glaube ich eher an den Weihnachtsmann als an Schnee).
Die ersten beiden Dezemberwochenenden ist im Wildwald Voßwinkel einer der schönsten Weihnachtsmärkte im Sauerland, schaut doch mal vorbei!
Hier noch ein paar Links: Eine Seite mit einigen interessanten Kalligrafien von Karl-Georg Hoefer. Julian Waters ist Designer irgendwo im selbsternannten "Land der Tapferen". Und Jean Larcher entwirft u.a. Monogramme in englischer Handschrift, schnörkel as possible!
Oktober: So golden er war, dieser Monat, langsam wird es dem Winter ernst und es beginnt die stille Zeit des Frostes und der gemütlichen Stunden am Schreibtisch ;-) Wer noch einen Kursus sucht, der Übungsstoff für den Winter bietet: Hans Maierhofer macht vom 1.12. bis 3.12.2006
den Kurs Kalligrafie am Beispiel der Antiqua im
Haus Werdenfels, hier nähere Infos
September: Unter Planet-Wissen.de ist ein anschaulicher Werdegang der Schrift dargestellt. Und hier noch ein Aufsatz zum Thema Schriftentwicklung.
August: Die Ausstellung Canossa – Geschichte, Kunst und Kultur am Aufgang der Romanik wird vom 21. Juli bis zum 5. November in Paderborn stattfinden. Im Diözesanmuseum werden dem Besucher neben den religiös-geistigen Wurzeln und Wegen der Reform anhand bedeutender Werke der Buchmalerei, der Skulptur, der Elfenbeinschnitzerei und der Goldschmiedekunst wesentliche Aspekte der Kunst am Aufgang der Romanik nahe gebracht. Sicher interessant. Sagt ruhig mal Bescheid, wenn ihr Ausstellung besucht habt, die sich lohnen.
Juli: Lange nicht mehr bei Wikipedia gekuckt. Ganz schön umfangreich, was da inzwischen zur Kalligraphie angesammelt wurde, kuckt mal!
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Juni: Wer schön schreiben kann, sollte seine Briefumschläge nach Möglichkeit danach aussehen lassen. Es ist nur zu schätzen, wie viele Menschen sich auf dem Weg, den ein solcher Brief nimmt, daran erfreuen, nach dem Absender einer solchen Kostbarkeit schauen und dann die Homepage besuchen (wenn der/die SchreiberIn denn eine hat). Davon abgesehen fliegt ein solcher Umschlag auch nicht auf den Müll.
Unter webmuseum.ch sind einige hübsche Beispiele dargestellt, zum Beispiel hier und hier. Man kann sich natürlich auch Umschläge selbst zusammenkleben. Solche Vorlagen gibt es z.B. in der Bücherei in Origami-Büchern, im Netz habe ich hier eine Anleitung gefunden. |
Mai: Im chinesischen Kulturkreis hat die Kalligrafie eine ungleich höhere Bedeutung als im europäischen. Das sieht uns wieder mal ähnlich. Für den Europäer muss alles zack-zack gehen. Und damit kommt man in der Schreibkunst nicht weit.
Der Schreibende erwirbt Geduld und Ausdauer mit dieser Kunst. Schönes Schreiben ist Qigong, die Fähigkeit, mit der Lebensenergie zu arbeiten. Im Ernst, ein Kenner sieht einer Kalligrafie an, ob der Pinsel mit der konzentrierten Kraft des Qi geführt wurde. Diese Konzentration der Lebenskraft und die Weiterleitung in die Pinselspitze ist eine Kunst, die die Meister darin zu einem langen und erfüllten Leben führt. Die Schriften legendärer Kalligraphen wurden sogar in Stein gehauen, damit nachfolgende Schüler die Zeichen abpausen konnten! Ein Film für KalligrafInnen ist „Hero“, opulentes Bilderwerk und Hymne an Schwert- und Schreibkunst. |
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April: Aus einem kleinen Heftchen aus Rübeland im Harz: Wilhelm Windheim war ein geübter Schreiber, der eine wunderhübsche Fraktur und eine ebenso originelle Canzleischrift entwickelt hat. Diese Schriftvariante wurde 1870 aufgeschrieben und ist soeben für die Schriften-CD ins Reine gebracht worden. Der Wochenspruch wird auch in der "Windheim-Fraktur" sein.

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März: Der nächste Kursus ist schon gut besetzt, wer noch Zeit und Lust hat: am 29. April in der VHS Neheim biete ich von 14 - 17.30 Uhr einen Frakturkurs an. Anmeldung unter 02932/ 9728-16 oder Mail an vhs@arnsberg.de.
Februar: Oft fragen Leute nach den Möglichkeiten, durch die Kalligraphie ihre Handschrift zu verbessern. Das ist natürlich grundsätzlich möglich, aber die schnelle Alltagsschrift, die wir uns über Jahre, oft Jahrzehnte angeeignet haben, lässt sich nicht von heute auf morgen umkrempeln. Es gibt aber einige einfache Regeln, die die eigene Schrift zumindest leserlicher machen. Hier zum Download.
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Januar: Hans Maierhofer, Regensburger Kalligraf, hat ein Buch über die Kunst des schönen Schreibens auf den Markt gebracht. Er legt große Bedeutung auf Formenvarianz in der Schrift und gibt viele Anregungen für gelungene Schriftkombinationen. Wer den Pilot Parallel Pen bereits benutzt, wird hier einige schöne Anregungen finden. Auf Wunsch signiert der Autor das Buch! Übrigens: die Einbürgerungsurkunde der Stadt Regensburg für Papst Benedikt (Juni 2006) ist sein Werk!

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Aktuelles 2005
Aktuelles 2004
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